Kunsthalle Mannheim 2025
Frau, die aus Rache ihre Kinder tötet. Die Deutungen
dieser Tat reichen von misogynen bis zu feministischen Lesarten. Anselm Feuerbach zeigt in Medea nach der Tat eine Frau am Meer, den Dolch am Boden zurückgelassen.
Im Zentrum der Intervention steht dieser Dolch als generierter 3D-Druck, der nun in der Schwebe gehalten ist: als Symbol für Begehren und Gewalt wird er zum visuellen Kern der Erzählung um Medea – jenes Objekt, das gleichermaßen Abstoßung wie Faszination auslöst und damit die Ambivalenz der Geschichte sichtbar macht.
Spiegelnde Formen auf dem Boden reflektieren die Szenerie und beziehen die Betrachter*innen ein.
Eine 5 Kanal Audio Installation von verzerrten Field Aufnahmen von Stimmen und Meer betonen die Wandelbarkeit und Überdauerung weiblichen Widerstands.